Am 22. August 2009 richtete die Wasserwacht Dresden-Land ihren 3. Wellenrettungswettkampf im Radebeuler Bilz-Bad aus. Trotz sachsenweiter Ausschreibung schickten neben den Gastgebern nur die Wasserwacht-Verbände bzw. -Ortsgruppen aus Freital, Chemnitz und Paulsdorf ihre Rettungsschwimmer ins Rennen. Letztendlich bildeten sich vier Mannschaften: Während Dresden-Land und Freital tatsächlich in der geforderten Vierer-Mannschaftsstärke an den Start gingen, wurden aus den übrigen Schwimmern die beiden Startgemeinschaften Sachsen und Dresden gebildet.



Nachdem am Abend die letzten Schwimmer das Freibad verlassen hatten, ging es dann los. Frank Sipply, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Dresden-Land, begrüßte um 20:15 Uhr die Teilnehmer und wünschte ihnen viel Erfolg. Nachdem sich die Schwimmer mit dem kühlen Nass vertraut gemacht hatten, gab Elke Henker dann das Kommando zum Start. Geschwommen wurde wie immer im 50-Meter-Becken, das von der historischen, bereits 1912 eingebauten Undosa-Wellenmaschine mit hohen Wogen versorgt wird. Die Wellen erschweren das Vorankommen im Wasser enorm, simulieren aber zugleich die stürmische See. Der Trainingseffekt in diesem Wellenbad ist also unwahrscheinlich hoch.

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Dementsprechend zu kämpfen hatten auch die an den Start gegangenen Rettungsschwimmer. Sie maßen sich gleich in fünf Disziplinen. Zunächst stand die 2x100-Meter-Transportschwimm-Staffel auf dem Plan. Je zwei Starter aus jeder Vierermannschaft fungierten als Retter, die anderen beiden warteten auf der anderen Seite des Beckens als Rettlinge. Nach dem möglichst zügigen Schwimmen zum Rettling musste der jeweilige Retter diesen per Achselgriff zum anderen „Ufer“ schleppen, dann durfte sich das zweite Pärchen beweisen. Und das alles bei hohem Wellengang! Nächster Programmpunkt war die 2x100-Meter-Rettungsleinen-Staffel. Dabei spurtete Schwimmer 1 vom Start bis zur Wellenmaschine ans Ende der Bahn, von wo aus er sich per Rettungsleine von seinem Kompagnon zurückziehen lassen durfte. Die beiden anderen Mannschaftsmitglieder taten es ihnen anschließend gleich.

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Etwas Abwechslung gab es danach beim 100-Meter-Jedermannschwimmen. Hierzu schwammen die im Zehn-Sekunden-Abstand gestarteten Teilnehmer eine Runde durch das gesamte Becken. Dass es durch diverse Überholmanöver im Becken dann am Ende zu kleinen Problemen bei der Zeitnahme kam, soll hier nicht verschwiegen werden. Doch aus Erfahrung wird man klug – im nächsten Jahr wird das besser klappen! Wem übrigens zwischendurch in den spätabendlichen, von Dunkelheit begleiteten Wettkampfpausen doch etwas zu kühl wurde, hatte in einem Wärmezelt ausreichend Gelegenheit, wieder Betriebstemperatur zu erreichen. Andreas Zienert von der Chemnitzer Wasserwacht kannte keine Kälte und nutzte die Pausen lieber, um mit seinem Kanu durch die Wellen zu pflügen.

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Weiter ging es mit der 4x100-Meter-Flossenstaffel. Alle vier Schwimmer jeder Mannschaft brausten mit Flossen durch das Becken, wobei sie auf dem Hin- und Rückweg natürlich teilweise laufen durften, auch wenn sich dies mit den unförmigen „Latschen“ oftmals schwierig gestaltete. Den Abschluss der Wettkämpfe bildete dann eine kombinierte Staffel. Hierzu mussten alle Starter nacheinander eine Bahn in Delfinsprüngen zurücklegen und den Rückweg in Rückenlage absolvieren, wobei nur die aus dem Brustschwimmen bekannte Gleichschlag-Beinarbeit zulässig war. Das hat den Schwimmern noch einmal alles abverlangt.



Mit der Siegerehrung am späten Abend ging der Wettbewerb dann zu Ende. Die Gastgeber konnten ihren Vorjahrestitel nicht verteidigen und landeten – immerhin vor der Startgemeinschaft Sachsen – auf Rang drei. Die zweite Position nahm die Startgemeinschaft Dresden ein. Verdienter Sieger waren diesmal die Freitaler! Im Sitz des DRK-Kreisverbandes klang der Tag in gemütlicher Runde aus.
(Stefan Schramm)


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